Sternenszauber
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Als ich dies bei Cinemaxx-Micha las, hat es mir Mut gemacht für das, was ich liebe: Das Schreiben.
"Ich habe das Schreiben nie gelernt. Mein Stil ist jedesmal ein anderer. Kann sein, das Ihr alle es lächerlich findet,
.....aber ihr habt von mir gelesen......"
liebe Grüße Alexandra Gehrmann -Sternenseele8035-
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die Puppe
Es war einmal ein großer, gewaltig herrschender Krieg. Kaum ein halbes Jahr verging, und fast ein ganzes Land lag in Schutt und Asche.
In diesem Land - in einem kleinem Dorf - wohnte auch ein siebenjähriges Mädchen. Es hieß Vreni. Sie verlor ihre Mutter und ihren Vater. Und auch ihren Bruder. Eine alte Nachbarin, die sich ihrer angenommen hatte, sagte Ihr mal: "Das war der Krieg", als Vreni nach ihren Eltern und ihrem Bruder fragte. So dachte Vreni seither, dass Sie nach dem Krieg wieder zu Ihr kämen und sie in ein neues Haus holen würden.
Vor vielen Gesteinsbrocken, die einmal das Haus waren in dem Vreni gewohnt hatte, hockte sie nun inmitten vertrockneter Äste, Asche, Lehm und Glasscherben und malte Gedankenverloren mit einem Aststock ein Bild in den Lehm und die Asche. Vreni fror. Es war tiefster Winter und Sie trug nur einen dünnen roten Pullover, einen grauen Rock, eine weiße Strumpfhose und Sandalen. Und obwohl Sie Pappe in die Sandalenöffnungen gesteckt hatte, froren ihr dennoch die Füße. Ihr zitterte wieder der ganze Körper. Und ihre Zähne klapperten auch sehr. Da stand Sie auf und hüpfte ein bisschen hin und her. Immer wieder schaute sie auf ihr gemaltes Werk: Eine große lachende Sonne, ein Birnenbaum und viele Blumen. "Oh Sonne, komm doch wieder. Und wärme mich!", rief Sie in Gedanken. Immer und immer wieder. Doch der Himmel blieb bewölkt.
Langsam brach die Dunkelheit herein. Da sah Vreni auf einmal etwas unter einem Dachziegel hervorlugen. Es sah aus wie eine Puppe. Vreni kletterte über Gestein und den umgestürzten Baum, bis Sie vor dem Dachziegel stand. Sie kniete sich nieder. Tatsächlich. Es war eine Puppe! Vreni schob den Ziegel zur Seite und mit ihren blau gefrorenen Händchen hob sie die Puppe auf. Die Puppe hatte nur noch einen Arm und ein Bein, es fehlte ein Auge, die Haut war verblasst und das hellblaue Kleidchen zerissen.
Doch Vreni schaute ganz ehrfürchtig auf dieses kleine Püppchen. Sie hatte schon lange keines mehr im Arm gehabt und wiegte sie sanft hin und her. Dann drückte sie ihr Püppchen feste an sich. Ihre Augen strahlten und Sie lächelte. So sagte sie zu ihrer neuen Puppe: "Aber Du frierst ja, Püppchen!" Sie wickelte es in ihren Pullover und ging los, um etwas warmes für die Pupe zu suchen. Schon bald fand Sie etwas Papier und Stoff. Es reichte, um es um die Puppe zu legen. Vreni gab sich viel Mühe dabei. "so, jetzt bist Du schön warm", sagte Sie zu Ihr, "nun brauchst du aber auch was zu essen und zu trinken. Komm mit."
Das Püppchen eng an sich geschmiegt, ging Sie ein paar Meter über die Gesteinsbrocken zu einer Holztonne, die schon ein paar Risse hatte. Vreni hielt die Puppe an die Tonne und sprach zu Ihr: "Hier sammeln wir das Regenwasser, Puppe. Trink ruhig ein Schluck. das wird Dir guttun. Aber nur ein bisschen, denn Tante Martha braucht auch noch was. Weißt Du, Sie ist den ganzen Tag unterwegs, um was zu essen zu besorgen. Doch jetzt wird es bald dunkel; dann kommt Sie gleich und bringt uns was."
Vreni trank einen Schluck und setzte sich dann mit ihrer Puppe unter ein Pappdach, das auf aufgeschichteten Ziegelsteinen stand. Es war gerade mal eineinhalb Meter hoch. Auf dem Boden lagen eine Matratze, eine alte Decke und Zeitungen. Vreni legte die Puppe auf die Matratze und deckte Sie mit einer Zeitungsseite zu. Und Sie sprach zu Ihr: "Ist das nicht toll? Ein Teppich zum lesen und auch eine Decke zum lesen. Soll ich Dir was vorlesen?" Und Sie begann, ein paar Buchstaben zu lesen, die Sie bereits kannte.
Immer wieder schaute Sie zu ihrer Puppe und lächelte Sie an. Nun fühlte Sie sich nicht mehr allein. Es wurde immer dunkler. Vreni klapperten wieder die Zähne vor der schlimmen Kälte. Sie nahm die Decke und auch ein großes Stück Zeitung und kuschelte sich eng an ihr Püppchen. "Ach Puppe, wo nur die Tante so lange bleibt?!" Vreni fielen vor Müdigkeit, Hunger und Kälte fast die Augen zu. Sie gab ihrer Puppe noch ein glückliches Küsschen.
Dann schloss Vreni ihre Augen.
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Die kleine Johanna und der Sebastian
Es war einmal vor langer, langer Zeit, als es noch keine Städte gab, ein kleines Mädchen namens Johanna. Die kleine Johana lebte inmitten vieler Felder und Weiden in einer kleinen armseligen Hütte. Die Hütte bestand nur aus einem einzigen Raum; indem es Betten aus Heu, einem Holztisch und drei Baumstumpfe als Hocker gab, sowie eine Kochstelle, an der Sie ihrer Mutter beim zubereiten der Speisen half. In der Hütte war es immer sehr dunkel, denn es gab nur ein winziges Fenster. Ein Glas hatte es nicht. Nur ein Brett aus Hoz, das im Herbst und Winter davorgenagelt wurde, damit Johanna und ihre Eltern nicht froren. Dann wurde auch der Raum nur durch den Holzscheit der Kochstelle erhellt.
Doch jetzt war es Sommer und das Fenster offen. Die kleine Johanna ging nach draußen, um zu spielen. Sie malte mit einem Stöckchen sieben Quadrate auf dem schmalen Lehmweg. Warf dann ein Steinchen von Quadrat zu Quadrat und hüpfte hinterher. Johanna hatte viel Zeit zum spielen, denn ihr Vater war auf's Feld gegangen und die Mutter nähte neue Schürzen.. Da konnte die kleine Johanna noch nicht bei helfen. So spielte Sie hier nun. Ein Geschwisterchen hatte sie nicht, denn ihre Mama konnte kein Baby mehr bekommen.
Es war wie immer sehr still. Nur die Schweine im Stall hörte Johanna hin und wieder grunzen, des Hühner gackerns und das tschilpen der Vögel.
Doch auf einmal vernahm die kleine Johanna fremde Töne. Da pfiff doch jemand ein Lied! Ihr Vater konnte es nicht sein. Er war ja auf dem Felde. Johanna blieb mitten im Spiel stehen und lauschte. Das Tönen wurde lauter. Und dann sah Sie: Da kam doch wahrhaftig ein Junge des Weges. Er trug ein offenes Hemd und eine Kniebundhose. Und Er hatte ganz viele Sommersprossen im Gesicht und sooo helles Haar, wie Johanna es noch nie gesehen hatte. Die kleine Johanna hatte nämlich, wie auch ihre Mutter und ihr Vater, ganz dunkles braunes, ja fast schwarzes Haar. Und andere Menschen hatte Johanna noch nie gesehen.
Der pfeifende Junge kam näher. Er trug über eine seiner Schultern einen langen Stock mit einem Bündel daran. Jetzt erblickte der Junge auch die Johanna. Er lachte und winkte Ihr zu. Die kleine Johanna lachte nun auch und winkte Ihm. Dann lief Sie ihm entgegen: "Guten Tag. Wer bist denn Du, Herr?" fragte Sie Ihn. Der Junge antwortete Ihr: "Guten Tag. Ich bin der Sebastian. Und wer bist Du?" "Johanna!", sagte die kleine Johanna. Sie stand nun direkt vor Ihm.Und Sie mußte zu ihm aufschauen. Denn Er war einen ganzen Kopf größer wie Sie.
"Aber wo sind denn deine Mutter und dein Herr Vater?" fragte Johanna weiter. Sebastian zuckte die Schultern und sprach dann:" Ich bin in den Gassen von Orleans aufgewachsen. Unter der Obhut von Goßvater Jahn. Doch Er wurde sehr krank und bevor er starb, sagte Er mir, ich solle mich aufmachen und in die Welt hinausgehen, damit ich mein Glück finde." Die kleine Johanna staunte:"Glück? Was ist Glück?" Sebastian lächelte. Dann sagte Er: "Ein Dach, wenn es regnet. Ein Brot, wenn du hungrig bist, Wasser, wenn es Dich dürstet, eine warme Decke, wenn es Dich friert und Menschen, die Dich lieben."
Da lächelte die kleine Johanna und dann strahlte Sie über ihr ganzes Gesicht. Sie ergriff Sebastians Hand, zog Ihn zur Hütte und sagte während des Weges: "Schau, Sebastian, Du kannst hier bleiben. Denn hier ist alles Glück!"
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